Das Auge leicht erklärt

Man sieht es dem Auge von außen nicht an, aber es vollbringt pausenlos Höchstleistungen. So können zum Beispiel über 100 Millionen Informationen in jeder Sekunde aufgenommen und an das menschliche Gehirn weitergeleitet werden. Damit ist das Auge jeder Kamera oder jedem Computer weit überlegen. Damit es aber so gut funktioniert, müssen viele Dinge ineinandergreifen.

auge

1 Hornhaut  2 Iris  3 Pupille  4 Linse  5 Glaskörper  6 Netzhaut  7 Gelber Fleck  8 Sehnerv

Es fängt damit an, dass das Auge durch eine durchsichtige Hornhaut (1) geschützt wird. Die Hornhaut wird durch ständiges Blinzeln der Augenlider zum Beispiel von Staub und Schmutz befreit. Auf ihr bündelt sich das Licht, das an die Regenbogenhaut beziehungsweise die sogenannte Iris weitergeleitet wird.

Die Iris (2) ist der Teil im Auge, der die Augenfarbe bestimmt. Sie kann etwa blau, braun oder grün sein. In der Mitte befindet sich eine kreisförmige schwarze Öffnung, die Pupille (3). Sie ist bei Dunkelheit geweitet und verengt sich bei Helligkeit. Durch die Veränderung der Größe kann das vorhandene Licht größtmöglich aufgenommen werden.

Hinter der Pupille befindet sich die Linse (4). Sie ist elastisch wie ein Gummiball und verändert ständig ihre Form. Ihre Aufgabe besteht darin das Licht weiter zu bündeln. Dabei lenkt sie das einfallende Licht so um, dass auf der hinter dem Glaskörper liegenden Netzhaut ein auf dem Kopf stehendes Bild entsteht. Außerdem ist sie für Regulierung des Sehens im Nah- und Fernbereich verantwortlich. Im Nahbereich ist die Linse schlaff und stark gewölbt. Dagegen ist sie bei Fernsicht gespannt und flach.

Der sogenannte Glaskörper (5) befindet sich hinter der Linse. Er besteht aus einer Art Gelee und ist transparent. Durch ihn gelangt das Lichtbündel, das bereits die Hornhaut, die Iris mit seiner Pupille sowie die Linse passiert hat, weiter auf die Netzhaut.

Die Netzhaut (6) liegt am hinteren Ende des Auges. Sie wird auch Retina genannt und besteht aus lichtempfindlichen Zapfen sowie Stäbchen. Die Zapfen sorgen für das Farbensehen und die Stäbchen übernehmen das Dämmerungs- und Nachtsehen. Im Zentrum der Netzhaut befindet sich die Makula oder auch gelber Fleck (7) genannt. Der gelbe Fleck verfügt über die größte Dichte von farbempfindlichen Zapfen. Außerdem befindet sich dort der Ort für hochauflösendes scharfes Sehen. Der gelbe Fleck hat einen Durchmesser von bis zu circa 5 Millimetern.

Der Sehnerv (8) ist das Verbindungsstück zwischen Auge und Gehirn. Am Anfang der Sehbahn befinden sich weder Zäpfchen noch Stäbchen, sodass das Auge an dieser Stelle blind ist. Daher wird dieser Punkt auch Blinder Fleck genannt. Der Sehnerv ist wie eine große Datenleitung und führt dazu, dass ein zusammenhängendes Bild entsteht. Durch ihn werden die gesammelten Informationen durch dünne Nervenfasern direkt an das Gehirn weitergeleitet.

(aw)