Auszug aus dem Vorwort zur »Hilfsmittelfibel«

Hilfsmittelfibel»Es ist gibt in unserem Alltag vieles, auf das man sich freuen kann und auch immer einiges, um deren Erledigung man am besten einen Bogen machen, es anderen überlassen oder auf die ›lange Bank schieben‹ möchte. Hierzu gehört die Leistungsbeantragung zum Beispiel bei Ämtern, Kranken- und Pflegekassen.

Für Betroffene und deren Angehörige oder Eltern kranker, behinderter oder pflegebedürftiger Kinder kommt neben dem Schock über die oftmals plötzliche neue Lebenssituation, eine ebenso völlig neuartige Erfahrung hinzu. Es scheint nichts mehr ohne Antrag, Widerspruch oder Klage zu gehen. Das betrifft etwa Leistungen der Eingliederungshilfe, Pflegeleistungen, Rehabilitationsleistungen oder auch die Versorgung mit Hilfsmitteln. Hilfe in diesen Angelegenheiten ist von besonderem Wert für Betroffene, Angehörige und Eltern, aber auch für Fachleute in Medizin, Therapie und Pädagogik. […]

Ich selbst habe die beiden Autoren als Eltern eines pflegebedürftigen Kindes, das Hilfsmittel benötigt, kennengelernt und durfte ihren Sohn mehrjährig in seinem Elternhaus fördern. Ich konnte erleben, wie die Eltern ›begierig‹ jeden heilpädagogischen Ratschlag aufnahmen. Oft blieb es nicht dabei. Sie entwickelten die gemachten Ratschläge mit höchster elterlicher Kompetenz weiter und wurden in diesen, wie auch in anderen Fachfragen Partner. Aus den Eltern wurden Autoren zweier Fachbücher zur Pflegeversicherung. Jetzt liegt das dritte Fachbuch vor.

Beim Lesen dieser Fibel finde ich vieles wieder, was ich bereits im Alltag der Familie Wieprecht sehen konnte. So auch die Umsetzung der Erkenntnis, dass die ›Profis‹ oft nicht helfen konnten, der eigene Weg gefunden werden muss und man sich nicht auf die Empathie der Gesellschaft verlassen kann. Für den ratsuchenden oder interessierten Leser ist die Emanzipation der Familie Wieprecht in den eigenen Fragen und Problemen gut nachzuvollziehen. Ihr großes Wissen und ihr Erfahrungsschatz sind ein guter Wegweiser für jeden der ein Hilfsmittel benötigt und der wissen möchte, wie er es bekommen kann. […]

Die ›Hilfsmittelfibel‹ überzeugt nicht nur in Inhalt und Struktur, sondern vor allem in ihrem Charakter.«

Dr. Gert Heinicke

Ein paar Seiten zum »Testlesen« gibt es in der Buchvorschau.

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